Fallstudie

Rita Habib, IS-Gefangene kehrt in ihre Heimat Karakosch im Irak zurück

April 2018

Rita Habib – Image: Kurdistan 24

Rita Habib – eine der Christinnen, die vom sogenannten Islamischen Staat (IS) aus Karakosch entführt und zur Sexsklaverei gezwungen wurde – konnte endlich zu ihrem Vater zurückkehren. Rita Habib wurde von Karakosch – der letzten mehrheitlich von Christen bewohnten Stadt, bevor sie an den IS fiel – nach Mossul verschleppt. Einige Monate später brachte man sie nach Syrien. Sie schilderte das ihr widerfahrene Leid: „Ich wurde viermal gekauft und verkauft. Sie haben uns Böses angetan. Sie schlugen und vergewaltigten uns … Am schlimmsten war es, dass neunjährige Mädchen vergewaltigt wurden.“

Gerettet wurde sie von Mitarbeitern der Nichtregierungsorganisation „Shlama Foundation“, die auf einer Sklavenauktion als Dschihadisten auftraten und sie für 20.000 US-Dollar kauften. Rita Habib freute sich: „Ich bin sehr glücklich, dass ich nach drei Jahren wieder bei meinem Vater bin. Es ist ein freudiger Augenblick, denn er ist das einzige Familienmitglied, das mir geblieben ist.“ Nur sieben der aus Karakosch entführten Frauen sind zurückgekehrt – die Schätzungen, wie viele Frauen beim Fall der Stadt gefangen genommen wurden, rangieren zwischen 45 und Hunderten Frauen.

Quellen: Karzan Sulaivany, „Christian woman kidnapped by IS reunited with father after four years“, Kurdistan 24, 5. April 2018, https://www.kurdistan24. net/en/news/987a77c3-56c3-44b7-a8f9-e6a8d63d0e00?; Louise Callaghan, „Iraq’s Christians welcome home the women stolen by Isis“, The Sunday Times, 15. Juli 2018, https://www.thetimes.co.uk/article/iraq-s-christians-welcome-home-the-women-stolen-by-isispbpbcn2n0? (alle Seiten am 25. Juli 2019 abgerufen).

Image: Saints Sarkis and Bakhos Syriac Orthodox Church in Qaraqosh after it was attacked by Daesh (ISIS)

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